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Miriam Tornieporth

Barrierefreiheit – wo bitte sind denn die Treppen im Internet?

Eine barrierefreie Webseite ist so programmiert, dass sie, sowohl für eine Vielfalt an Ausgabemedien, als auch für eine Vielfalt von Personen und deren individuellen Anforderungen und Einschränkungen, zugänglich ist. Zum Anfang soll ein weit verbreitetes Vorurteil aus der Welt geschafft werden: Praktisch alle Barrierefreiheits-Techniken haben keinen Einfluss auf das Design. Das heißt, schickes Design und Barrierefreiheit sind wunderbar vereinbar.

Zugänglichkeit für Menschen

Eine gut zugängliche Webseite ermöglicht es auch Menschen mit Sehschwächen, motorischen Einschränkungen oder anderen Handicaps Ihre Webseite bequem zu nutzen. Diese stellen eine viel größere Zielgruppe dar, als meist vermutet wird: So leben in Deutschland 8,4 Millionen Menschen mit einer amtlich anerkannten Behinderung. Auf so viele potentielle Kunden möchte niemand verzichten.

Zugänglichkeit für Geräte

Die Inhalte einer barrierefreien Webseite sind erfassbar, unabhängig von der Bildschirmauflösung, dem Betriebssystem oder dem verwendeten Browser. Das gilt auch für Notebooks, Netbooks, reine Textbrowser, Suchmaschinen, Handys und sonstige internetfähige Ausgabemedien.

Diese Vorteile bringt Ihnen eine barrierefreie Webseite

Zielgruppe 50plus – die Silver-Surfer

Wir leben in einer alternden Gesellschaft, schon heute sind ca. 38% der Bevölkerung 50-79 Jahre alt. Diese stellen auch die am schnellsten wachsende Gruppe unter den Internetnutzern. Die Silver-Surfer verfügen über eine enorme Kaufkraft und geben ca. dreimal soviel Geld, wie der Durchschnitt ,im Internet aus. Sie bewegen sich dabei völlig selbstverständlich im Internet und nutzen dabei alle Möglichkeiten des Web 2.0. Um diese kaufkräftige Zielgruppe zu erreichen, müssen ihre individuellen Anforderungen beachtet werden. Dazu gehören z.B. Nachlassen von Sehvermögen, Feinmotorik und Reaktionszeit. Barrierefreies Internet gibt den Silver-Surfern die Möglichkeit uneingeschränkt am Internet teilzunehmen und eröffnet Ihnen einen großen Kundenkreis.

Menschen mit Behinderung

8,4 Millionen Menschen mit Behinderung sind 8,4 Millionen potentieller Kunden. Wie eine Umfrage des Bundesministerium für Wissenschaft festgestellt hat, nutzen Menschen mit Behinderung das Internet intensiver als andere User. Das betrifft nicht nur den Online-Einkauf, wo Menschen mit Behinderung für sich und ihre Angehörigen einkaufen, sondern auch andere Internetangebote, wie Social Communities. Eine uneingeschränkte Nutzung einer Webseite ist für diese Menschen nur möglich, wenn diese barrierefrei erstellt wurde.

Barrierefreie Webseiten sind für alle Nutzer komfortabler

Dieselben Zugangsverbesserungen, die eine Webseite für Menschen mit Behinderung überhaupt erst nutzbar machen, verbessern gleichzeitig die Benutzerfreundlichkeit für alle User. Man muss nicht im eigentlichen Sinne „behindert“ sein, um von einer Webseite behindert zu werden. Oft hat man z.B. aufgrund von Müdigkeit keine volle Konzentrationsfähigkeit oder Sehschärfe und auch so wären ein guter Kontrast und leicht verständliche Texte angenehmer. Und genau hier setzt das barrierefreie Webdesign an. Es macht das Surfen für alle Menschen einfacher.

Barrierefreie Webseiten sind nachhaltig

Soziales Engagement ist für viele Unternehmen, Verbände und Vereine von großer Bedeutung. Außenwirkung und Image lassen sich durch eine barrierefreie Webseite positiv beeinflussen. Eine der drei Säulen der Nachhaltigkeit ist die soziale Dimension. Sie besagt, dass neben der ökonomischen und ökologischen Dimension, auch soziale Aspekte berücksichtigt werden sollen. Die Barrierefreiheit trägt durch den ungehinderten Zugang alle Nutzergruppen maßgeblich dazu bei. Barrierefreiheit ist gegenwärtig auch ein emotionaler Faktor, der auch für Unternehmen, Vereine und Verbände eine Rolle spielt. Für all jene also, die nicht zur Barrierefreiheit verpflichtet sind. Barrierefreiheit bedeutet für Unternehmen Image-Gewinn, da sie zeigen können, dass soziales Engagement groß geschrieben und praktisch gelebt wird. Dieser Effekt lässt sich in der Kommunikation positiv auswerten, da Barrierefreiheit nicht zuletzt ein hohes PR-Potential mitbringt.